Vergleich Test: Vinyl-Parkett Bodenbeläge

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Vinylparkett ist die 1. Wahl zur Renovierung bzw. Sanierung auf Altbelägen

Vinyl-Parkett ist auf dem Vormarsch. Klassische Holzparkett und Kork-Parkett Hersteller sind in Alarmbereitschaft. Die neuen Vinyl-Design-Fertigparkett-Böden nehmen ihnen massiv Marktanteile ab. Das hat natürlich seine Gründe: Vinyl-Parkett imitiert täuschend echt die Optik und Haptik (Oberflächenstruktur) echter Holzböden und Steinböden. Im Gegensatz zu „echten“ Bodenbelägen sind sie jedoch deutlich pflegeleichter, robuster und günstiger.
Nachdem Vinylböden heute keine schädlichen Weichmacher mehr enthalten und sehr geringe Emissionswerte (Ausdünstungen) aufweisen (Material wird so auch in der Humanmedizin verwendet), liegt eine Entscheidung für diese Böden in vielen Fällen auf der Hand.
In unserem Vergleich testeten wir die Produkteigenschaften der wichtigsten Hersteller Cortex Vinatura), Objetflor (Expona Clic), Witex (Elastoclic) und Profilor (Vinylparkett).

Vinyl-Parkett Clic-System Vorteile

Vinyl-Parkett bietet fast alle Vorteile eines normalen Vinyl-Designbelages. Der Designbelag ist beim Vinyl-Fertigparkett mit einer HDF-Trägerplatte verklebt, welche die Clic-Verbindung herstellt. Somit ist dieser Fußbodenbelag hervorragend geeignet für Sanierung und Renovierung auf bereits bestehenden Belägen, zum Beispiel auch auf alter, verschlissener Dielung. Das Vinyl-Design-Fertigparkett kann in den meisten Fällen ohne das Aufbringen einer Unebenheiten ausgleichenden Spachtelschicht auf einen bestehenden Dielenboden oder einen Fliesenboden verlegt werden. Die einfach zu handhabenden Clic-Systeme erlauben es jedem nur etwas handwerklich Begabten, diesen Vinylparkett zu installieren und sogar zum Beispiel beim Auszug aus einer Mietswohnung wieder für eine weitere Verwendung zu deinstallieren bzw. wiederzuverwenden.
Der in diesem Vergleich stehende Cortex Vinatura Vinyl Parkett hat zusätzlich eine Korkmittelschicht sowie einen Korkunterzug, die für einen gelenkschonenden Gehkomfort und die akustische Trennung bzw. Dämmung gegen den Unterboden sorgen. Vinatura Vinyl-Designboden hebt sich mit seinen zwei Korkschichten von anderen Vinyl-Designböden ab, indem er der Wirbelsäule und Gelenken einen entscheidenden Gesundheitsvorteil verschafft. Außerdem wird so eine noch bessere Trittschalldämmung und ein angenehmer Raumklang (kein „Klappern“ wie z.B. bei Laminatböden ohne Schalldämmung) erreicht.

Vinyl-Parkett Clic-System Nachteile

Die HDF-Trägerplatte hat jedoch auch Nachteile. Diese liegen zum einen in der Aufbauhöhe von 10 bis 10,5 mm, die bei der Sanierung höheren Aufwand  erfordern kann. Es sollte daher vorher genau gemessen werden, welche maximale Aufbauhöhe der neue Bodenbelag haben darf. Türzargen und Türen müssen eventuell mit einem Multimaster bzw. einer Kreissäge oder Stichsäge exakt gekürzt werden. Ein weiterer Nachteil resultiert ebenfalls aus der HDF. Diese besteht aus Holzfasern und kann daher quellen. Deshalb ist der Einsatz von Vinyl-Design-Fertigparkett in Feuchträumen nur bedingt möglich. Die HDF-Träger gewerbliche einsetzbarer Vinyl-Parkett-System sind deshalb zum Teil imprägniert, z.B. Witex Elastoclic (jetzt Wineo Ambra Multilayer) Objekt mit Aqua Protect (hier nicht im Test). Der gegenüber normalen Vinyl-Planken hohe Materialpreis von Vinyl-Parket (ca. 35 bis 45 EUR) relativiert sich vor allem dann, wenn der Bodenbelag schnell und einfach selbst verlegt werden soll, sodass teure Verlege-Dienstleiter eingespart werden können.
Soll der Boden doch von einer Fach-Firma verlegt werden, kann ohne weitere Vorbereitungsarbeiten mit zusätzlichen 5 bis 10 EUR pro Quadratmeter gerechnet werden (wesentlich weniger, als für die Verlegung „normaler“ Vinyl-Designbelag-Planken.

Test und Vergleich Vinyl-Parkett

Die getesteten Vinyl-Parkett-Böden unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die unterschiedlich starke Nutzschicht. Diese steht für die Robustheit und Langlebigkeit eines Bodenbelages bei einer bestimmten Nutzungsintensität. Selbst der Boden mit der geringsten Nutzschicht von Profilor weist jedoch bereits die höchste Nutzungsklasse 23 für den privaten Anwendungsbereich und eine Garantie von 15 Jahren aus. Damit ist eigentlich alles gesagt.  Für welches Vinyl-Parkett man sich letzten Endes entscheidet, hängt von minimalen Ausstattungsunterschieden und dem gebotenen Zubehörprogramm ab.
Die aus unserer Sicht naturrealistischsten Dekore bietet Expona Clic von Objectflor. Passende Sockelleisten fehlen jedoch. Witex Elastoclic punktet mit großer Dekorauswahl unter anderem mit „rostigem Stahl“, während Vinatura mit seinen zwei Korkschichten ein vorteilhaftes Alleinstellungsmerkmal aufweist, ebenfalls mit komplettem Sockelleisten-Programm. Wer auf passende Sockelleisten verzichten kann (neutrale weiße Leisten bieten ebenfalls eine optisch schöne Wandanbindung) und mit einem von 7 Dekoren glücklich ist, bekommt von Profilor ein Vinyl-Parkett zum unschlagbaren Preis. Die Preise für Vinyl-Parkett werden langfristig weiter sinken, das Niveau guter Laminatböden jedoch auf Grund der Materialkombination nicht erreichen. Doch Preisnachlässe von 5 % bis 15 % sind schon jetzt je nach Produkt und Abnahmemenge bei vielen Händlern möglich.

Allfloors erstellt ab 50 Quadratmeter Projektgröße komplette Projektangebote mit attraktiven Preisen. Entscheidend ist jedoch nicht, ob man einen Bodenbelag 2 EUR pro Quadratmeter billiger
oder teurer bekommt, sondern dass man sich lange an einem hochwertigen Qualitätsprodukt erfreuen wird, dass das Flair der eigenen vier Wände über viele Jahre entscheidend bestimmt.

4 Gedanken zu „Vergleich Test: Vinyl-Parkett Bodenbeläge

  • 26. August 2012 um 14:20
    Permalink

    Sehr guter Vergleichs-Test, gefällt mir! LG Elle

  • 3. April 2013 um 21:49
    Permalink

    Gibt es hierzu eine Quellenangabe zu diese Behauptung ?
    —-
    Nachdem Vinylböden heute keine schädlichen Weichmacher mehr enthalten und sehr geringe Emissionswerte (Ausdünstungen) aufweisen (Material wird so auch in der Humanmedizin verwendet),
    —-
    und wie passt das mit den Ökotest Ergebnissen aus 01.2012 zusammen, wo deutlich erhöhte Werte verschiedener Weichmacher in PVC Böden zusammen ?

  • 4. April 2013 um 0:10
    Permalink

    Hallo Josch,

    natürlich liegen entsprechende Zertifikate der Zulassungsstellen vor, allerdings nur, für die hier getesteten Bodenbeläge. Billige PVC-Bodenbeläge aus Baumärkten waren nicht Gegenstand unserer Untersuchungen und Tests. Für alle Mitleser hier der entsprechende Abschnitt aus Ökotest 01/2012 in ungekürzter Fassung als Ausschnitt:

    Zitat Anfang

    "Die aktuellen Modelle sind nicht besser als frühere: Alle untersuchten PVC-Bodenbeläge schneiden mit "ungenügend" ab. Das betrifft den günstigen IVC-Belag "Speedy" Eldorado 92, den Obi für 7,79 Euro pro Quadratmeter anbietet, genauso wie den teuren Decor Plus Basalt von Dunloplan für satte 64,90 Euro pro Quadratmeter. Immerhin sind die 13 Produkte im aktuellen Test frei von giftigen Schwermetallen wie Blei und Cadmium, die im 2008er-Test noch ein großes Problem gewesen sind. Voll mit Phthalaten: Nahezu alle Bodenbeläge enthalten als Weichmacher Phthalate, die in Kinderspielzeug und Babyartikeln gesetzlich reglementiert sind. Der Bodenbelag Forbo "Novilux" Natura Eiche vom Anbieter Forbo Flooring besteht dagegen zu rund 25 Prozent aus dem nicht reglementierten Phthalat DIHP. Doch auch dieser selten verwendete Weichmacher ist gefährlich: Er kann ein ungeborenes Kind im Mutterleib schädigen und möglicherweise auch die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen."

    Zitat Ende

    Bei allen Tests und Publikationen sollte Folgendes beachtet werden: Viele Stoffe sind in Ihrer gesamten Wirkung weder ausreichend getestet, noch sind entsprechende Wirkungen (bei Einsatz als Bodenbelag) untersucht worden. Vorsicht ist jedoch trotzdem immer geboten. Jedoch sollte objektiv beurteilt werden. Die besprochenen Phthlate sind beispielsweise in Kinderspielzeug (weil es auch gern einmal in den Mund genommen wird) verboten, weil Wirkungen nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden können. In Bodenbelägen, wie den Getesteten, kommen diese Weichmacher, wenn überhaupt, nur in imarginalen Mengen vor. Zudem sind die getesteten Bodenbeläge auf Grund der Art Ihrer Nutzschicht (Polyurethan) quasi komplett versiegelt. Wenn Sie den Bericht von Ökotest genau lesen, werden Sie feststellen, dass dieser Bericht keine produktbezogenen genauen Messwerte nennt und sich weiter auf Untersuchungen bezieht, welche zum Teil mehr als 7 Jahre zurückliegen (oder in denen kausale Zusammenhänge zu den untersuchten Urinproben völlig fehlen). Konkrete Testbedingungen werden nicht genannt. Die getesteten Bodenbeläge wurden nicht nach Herkunft kategorisiert, die Wertungen von Ökotest sind komplett subjektiv und populistisch, so wie die Leser es erwarten.

    Die im Fachhandel erhältlichen Bodenbeläge wie die getesteten Vinyl-Designbeläge bedeutender Hersteller sind einwandfrei und gesundheitlich unbedenklich nach heutigem Wissensstand. Die führenden Hersteller von Bodenbelägen garantieren durch ihre Forschung für gesundheitliche Unbedenklichkeit. Die immer wieder durch einige Medien thematisierten angeblichen Wirkungen einzelner in geringsten Mengen nachgewiesener Substanzen konnte nie bewiesen werden.

    Aber worüber sprechen wir. Hersteller, Händler und Verbraucher verfolgen ein gemeinsames Ziel. Produkte auch bis ins letzte Detail unbedenklich zu gestalten. Nur das macht für alle Sinn. Wenn Sie Daten zu einem bestimmten Produkt benötigen oder anders herum bedenkliche Daten zu einem konkreten Produkt haben, sollten wir uns also unbedingt austauschen…

    Ich danke für Ihren Beitrag.

    Beste Grüße

  • 16. Oktober 2013 um 11:48
    Permalink

    Hallo, ich finde Vinylboden besonders für die Kinderzimmer sehr praktisch. Er sind leicht zu reinigen, sehr strapazierfähig und dämpft auch den Schall, falls die Kleinen mal wieder herum toben. Viele Grüße Katja

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